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Das erste Grün

von Petra Lahann
erschienen in der Guinea-Tips Ausgabe 73 / April & Mai 2006
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Bald ist es wieder soweit und der erste Löwenzahn und die ersten Grashalme fangen an zu sprießen. Ein guter Futtersklave wird dann auch so langsam nervös und sehnt sich wahrscheinlich danach, auf allen Vieren rumzukriechen, um die ersten Hälmchen zu ernten und die Beute triumphierend nach Hause zu schleppen, wo sie wahrscheinlich in 10 Sekunden vernichtet wird.

Leider birgt dieses erste Grün einiges an Gefahren und deshalb solltet Ihr besonders vorsichtig sein: Der Eiweißgehalt ist besonders hoch in jungem Löwenzahn und jungem Gras, nimmt dann aber im Laufe des Frühlings und Sommers ab. Ein hoher Eiweißgehalt ist gefährlich und kann starke Blähungen verursachen und deshab sollten frischer Babylöwenzahn und zarte Grashälmchen zunächst in Kleinstmengen verfüttert werden mit nur langsam ansteigenden Mengen. Das Geschrei ist zwar riesig seitens der Meerschweinchen, wenn sie sich mit einem Löwenzahnblättchen begnügen müssen, aber es sterben gerade im Frühjahr sehr sehr viele Meerschweinchen an Blähungen aufgrund der unbedachten Gras- und Löwenzahnverfütterung.

Zur Vorsicht sollte auch jeder Futtersklave, der anfängt im Frühjahr Gras und Löwenzahn zu verfüttern, Sab simplex als Notfallmedikament im Hause haben. Bei Blähungen bitte 1ml im Halbestundenabstand eingeben und bei Nicht-Besserung nach 3-5 Stunden sofort zum Tierarzt fahren

Besondere Vorsicht ist auch wegen der vielen Frühjahrsblumen geboten, die zum größten Teil sehr giftig sind und beim Pflücken in das frisch gepflückte Grün gelangen können. Z. B. Krokusse und Maiglöckchen sind extrem giftig und stehen gerade im Frühjahr versteckt auf vielen Wiesen herum.

Dennoch gibt es natürlich nichts Schöneres als das Frühjahr mit dem ersten frischem Grün für die Meerschweinchen und dem Verheiß, dass nun die schöne Jahreszeit anbricht mit Frischfutter (Leckerzahn und Heu in grün und saftig); Ästen, Auslauf und Sonne in Hülle und Fülle.

 
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